Historisch wurden Tarifdaten oft zu festen Zeitfenstern veröffentlicht und synchronisiert, wodurch kurzfristig sichtbare Wellen entstanden. Wenn Airlines Promotions bündeln, häufen sich Schnäppchen an bestimmten Tagen. Doch sobald Nachfrage oder Wettbewerb davon abweichen, zerfallen diese Muster schnell, und andere, weniger vorhersehbare Signale übernehmen.
Selbst auf derselben Strecke divergieren Preise stark nach Abflugzeit, Vorausbuchung, Aufenthaltsdauer, Anschlusslogik und Tarifregeln. Diese Heterogenität überdeckt mögliche Tageseffekte, sodass Pauschalaussagen scheitern. Wer Flexibilität bewahrt, gewinnt häufiger, als jemand, der stur auf Kalenderdogmen vertraut und damit echte Chancen übersieht.
Auswertungen großer Datensätze finden gelegentlich minimale Mittelwertunterschiede zwischen Wochentagen, doch Varianz und Ausreißer dominieren das Gesamtbild. Routencharakter, Saison, Ereignisse und Vorlaufzeit erklären weit mehr. Strategisch ist es sinnvoller, Preisverläufe zu beobachten, als auf starre Wochentagsmythen zu wetten.